auris vision

Ratgeber · Senioren & Angehörige

Sturzerkennung für Senioren: Kamera statt Notrufknopf?

Viele ältere Menschen möchten so lange wie möglich selbstständig zu Hause leben. Ein Sturz, der unbemerkt bleibt, ist dabei eine der grössten Sorgen – für Betroffene und Angehörige. Wir vergleichen die gängigen Lösungen und zeigen, wann eine Kamera mit KI-Sturzerkennung sinnvoll ist.

Das Problem: der unbemerkte Sturz

Nach einem Sturz können viele ältere Menschen nicht mehr selbst aufstehen oder Hilfe rufen. Je länger jemand unbemerkt liegt, desto grösser werden die gesundheitlichen Folgen. Entscheidend ist deshalb, dass ein Sturz schnell bemerkt wird.

Die Lösungen im Vergleich

Notrufknopf (Hausnotruf)

Bewährt und einfach – funktioniert aber nur, wenn der Knopf getragen wird und die Person nach dem Sturz noch in der Lage ist, ihn zu drücken.

Smartwatch mit Sturzerkennung

Erkennt Stürze automatisch über Bewegungssensoren. Sie muss aber konsequent getragen und regelmässig geladen werden – nachts oder im Bad wird sie oft abgelegt.

Kamera mit KI-Sturzerkennung

Erkennt einen Sturz, ohne dass etwas getragen oder gedrückt werden muss. Voraussetzung ist, dass der Bereich im Bild ist. Bei Auris läuft die Auswertung lokal im Haus: Es schaut kein Mensch dauerhaft zu, und die Aufnahmen werden in keiner Cloud gespeichert.

Die Lösungen schliessen sich nicht aus: Viele Familien kombinieren einen Notrufknopf mit einer Kamera-Sturzerkennung in den Räumen mit dem höchsten Risiko.

Typische Risikobereiche

Im Zuhause sind das vor allem das Badezimmer, Treppen und Flure sowie der Weg vom Bett zur Toilette in der Nacht. Genau dort bringt eine automatische Erkennung am meisten.

Datenschutz und Einverständnis

Eine Kamera in der Wohnung eines Menschen ist ein sensibler Schritt. Sprechen Sie offen darüber und holen Sie das Einverständnis der betroffenen Person ein. Gut zu wissen: Bei Auris wird das Bild lokal ausgewertet – es gibt keine Dauerüberwachung durch Menschen und keinen Upload in eine Cloud. Gemeldet wird nur, wenn ein Sturz erkannt wird.

Tipps für die Platzierung

  • Die Kamera so montieren, dass der Boden des Raums gut sichtbar ist.
  • Risikobereiche priorisieren: Bad, Flur, Treppe, Schlafzimmer.
  • Für die Nacht eine Kamera mit Nachtsicht wählen.
  • Festlegen, wer die Meldung erhält – und wer als Nächstes informiert wird, falls niemand reagiert.

Mehr zur Lösung: Sturzerkennung per Kamera.

Häufige Fragen

Muss die betroffene Person etwas tragen?

Nein. Die Kamera erkennt den Sturz selbst – ohne Armband, Uhr oder Knopfdruck.

Schaut jemand dauerhaft zu?

Nein. Die Auswertung läuft automatisch und lokal auf dem Auris Home Hub. Nur bei einem erkannten Sturz wird eine Meldung verschickt.

Unterscheidet das System Sturz und Hinlegen?

Ja. Auris achtet darauf, ob eine Person zu Boden geht und liegen bleibt, und unterscheidet das vom bewussten Hinlegen. Wie jedes Erkennungssystem arbeitet es aber nicht fehlerfrei.

Ersetzt die Kamera Pflege oder Hausnotruf?

Nein. Sie ist eine Ergänzung, die unbemerkte Stürze früher sichtbar macht.

Kostenlose Kompatibilitätsprüfung anfragen